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Diakonisches Werk Baden speist jetzt mehr als 20.000 KWh jährlich ins Karlsruher Energienetz ein

Erster Landesverband der Diakonie in Deutschland mit europäischem
Umweltmanagement EMAS / Alternative Energiegewinnung

Als erster Landesverband der Diakonie in Deutschland hat jetzt das Diakonische Werk Baden das Europäische Umweltmanagementsystem EMAS und den „Grünen Gockel“ der Landeskirche Baden eingeführt. Allein mit der neuen Photovoltaikanlage werden jährlich 20.000 kWh erzeugt und ins Karlsruher Stromversorgungsnetz eingespeist. Das entspricht dem jährlichen Energiebedarf von vier 4-Personen-Haushalten.

(von links )Dr. André Witthöft-Mühlmann, Büro für Umwelt und Energie - Kirchliches Umweltmanagement der Evangelischen Landeskirche in Baden, Christian Faschon, Umweltbeauftragter des Diakonischen Werkes Baden, Dr. Sven Eckardt, Kontaktstelle für Umwelt und Entwicklung in Stuttgart, Oberkirchenrat Johannes Stockmeier, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werkes Baden

Dr. André Witthöft-Mühlmann verleiht dem Diakonischen Werk Baden den Grünen Gockel der Landeskirche Baden. Oberkirchenrat Johannes Stockmeier nimmt die Urkunde entgegen.

„Was wir im Bereich der Ökologie tun, hat unmittelbare Auswirkungen auf die soziale Frage in unserem Land,“ begründet Oberkirchenrat Johannes Stockmeier, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werkes Baden die Entscheidung des Wohlfahrtsverbandes für das Europäische Umweltmanagementsystem. Der Aufwand für Energiekosten werde für Arme in Deutschland immer bedrängender. Darüber hinaus sehe sich das Diakonische Werk Baden weltweit in der Verantwortung, zum Beispiel durch die Zusammenarbeit mit Partnerkirchen wie Indien und Ghana, wo die Auswirkungen der ökologischen Frage noch drängender seien.

Gegenüber Trägern diakonischer Einrichtungen, den Mitgliedern des Diakonischen Werkes Baden, sieht Stockmeier das Verwaltungsgebäude in Karlsruhe in einer Vorbildfunktion. „Ein Pflegeheim, das sich nicht um die Reduzierung seiner Energiekosten kümmert, hat aufgrund hoher Energiekosten langfristig Wettbewerbsnachteile.

Das Umweltmanagementsystem des Diakonischen Werkes Baden steht auf drei Säulen: Technischen Veränderungen in den Bereichen Verkehr, Gas, Strom und CO2, der Sensibilisierung der Mitarbeitenden für umweltbewusstes Verhalten und der Vorbildfunktion für die derzeit 940 Mitglieder mit mehr als 25.000 hauptamtlich Mitarbeitenden in 3.000 Einrichtungen und Diensten in Baden.

Insgesamt wurden im Diakonischen Werk Baden in 2009 mit Hilfe des Umweltmanagementsystems bereits 25.000 kWh an Energie eingespart. Der CO2-Ausstoß konnte um eine Tonne verringert werden. Ab 2010 werden weitere Energieeinsparungen erwartet. Im praktischen Arbeitsalltag des diakonischen Verwaltungsgebäudes mit mehr als 100 Mitarbeitenden hat sich durch EMAS einiges geändert. So wird jetzt die Wärmezufuhr für jeden Sitzungsraum individuell gesteuert, als Dienstwagen kleinere Fahrzeuge angeschafft, der Wasserverbrauch und die Anzahl der Kopien reduziert. Alle 300 Fenster des Gebäudes wurden ausgetauscht, um die Wärmedämmung zu erhöhen.

Die Umweltziele setzt sich das Diakonische Werk Baden selbst. Ein Umweltgutachter überprüft diese einmal im Jahr. Vorgeschrieben sind durch das Europäische Umweltsystem lediglich, dass das jeweilige Unternehmen eine eigene Umweltvision entwickelt, sich kontinuierlich verbessert, messbare und überprüfbare Kennzahlen entwickelt und die Mitarbeitenden in die Prozesse einbezieht. Im Diakonischen Werk Baden wurde deshalb eigens ein Umweltteam gegründet, das aus sechs Mitarbeitenden besteht. Das Team sorgt dafür, dass Ideen der Mitarbeitenden zum Klimaschutz in der Führungsetage des Hauses ankommen und ebenso von dort aus Neuerungen in die Mitarbeiterschaft hinein kommuniziert werden.

Das Europäische Managementsystem ist für die badische Kirche und Diakonie angepasst worden. Deshalb ging es einher mit der Verleihung des sogenannten Grünen Gockels der Evangelischen Landeskirche Baden.

Die Umwelterklärung des Diakonischen Werkes Baden finden Sie hier
Die Aktualisierung hier.

letzte Aktualisierung am 29. März 2010

 
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