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Jeder hat seinen eigenen Tod

Zum Urteil des BGH / Sterbekultur entwickeln /
Keine Entsorgungsmentalität / Altenheimseelsorge ausbauen

Sterbehilfe sei keine Lösung. Sterben müsse gestaltet werden. So das Dia-konische Werk Baden angesichts des Urteils des Bundesgerichtshofes in Karlsruhe in einem Fall aktiver Sterbehilfe Ende Juni. Die Diakonie und Fachleute der Altenheimseelsorge aus Baden-Württemberg und Nord-deutschland, die zeitgleich in Pforzheim tagten, warnten davor, eigene Ängste und Wünsche auf sterbende Menschen zu projektieren.

„In einer Patientenverfügung kann man festlegen, wenn man keine lebenserhal-tenden Maßnahmen möchte. Die Ärzte sind verpflichtet, sich daran zu halten,“ so Dr. Urte Bejick, im Diakonischen Werk Baden zuständig für Altenheimseelsorge. Der Abbruch einer lebenserhaltenden ärztlichen Behandlung ist nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) nicht strafbar, wenn sie dem Willen des Patienten entspricht. Gleichzeitig warnte die evangelische Theologin vor einer „Entsorgungs- bzw. Selbstentsorgungsmentalität“ durch aktive Sterbehilfe.

Wichtig sei, Sterben zuzulassen und zwar so wie es dem Betroffenen entspricht. Bejick:“ Die Menschen brauchen unterschiedlich Zeit zum Sterben. Jeder Mensch hat seinen eigenen Tod. Sterben und Tod müsse wieder als etwas Natürliches begriffen werden, so Bejick und dürfe nicht hinter verschlossenen Türen stattfinden.

Um Sterben zu gestalten, würden immer mehr diakonische Altenpflegeheime eine ganz eigene Sterbekultur entwickeln. Die Diakonie Baden fordert außerdem einen Ausbau der Altenheimseelsorge.

Zur badischen Diakonie gehören mehr als 86 Altenpflegeheime mit rund 7.500 Plätzen.

 

letzte Aktualisierung am 2. Juli 2010

 
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