Diakonie
Baden entwickelt ehrenamtliche Sterbebegleitung
in Rumänien und Griechenland
Gäste aus Rumänien und Griechenland demnächst
in Karlsruhe und Ettlingen / Morgen Treffen in
Rumänien / Weitere Projekte vorgesehen Karlsruhe/
Brüssel/ Thessaloniki/ Cluj
(22.2.2010). Die Europäische Union hat jetzt
des Themas „Sterbebegleitung“ angenommen
und in Baden-Württemberg zwei EU-Projekte
gestartet. Das Projekte „EuropA Pro.Hospiz“ wird
von der Diakonie Baden gemeinsam mit Partnern
in Griechenland und Rumänien realisiert.
Das nächste Treffen findet morgen (23. bis
26. Februar 2010) in Cluj (Rumänien) statt.
In Griechenland ist Sterbebegleitung durch
einen staatlichen Sozialdienst nicht vorgesehen
und
Sterbebegleitung durch Ehrenamtliche bisher kaum
zu finden. Deshalb bauen die griechischen Partner
der Diakonie Baden derzeit erste Strukturen einer
Hospizarbeit auf. Auch in Rumänien steckt
die Sterbebegleitung noch in den Kinderschuhen.
Dabei sind vor allem die Vielfalt der Religionen
und der unterschiedlichen Volksgruppen eine besondere
Herausforderung. Währenddessen gibt es in
Deutschland bereits seit Jahren Erfahrungen mit
der Begleitung sterbender Menschen durch ehrenamtliche
Hospizgruppen. Europa pro Hospiz ist das
erste europäische
Hospizprojekt dieser Art, angelegt auf zwei Jahre.
Es wird aus dem Grundtvig-Programm der EU gefördert.
In den beteiligten Ländern werden Multiplikatoren
gesucht und Trainer ausgebildet zur Gewinnung
und Qualifikation von Ehrenamtlichen, die sich
vor Ort langfristig in der Sterbebegleitung engagieren
wollen.
Nach den ersten Treffen in
Thessaloniki und Cluj werden im April und Juni
2010 die griechischen
und rumänischen Kooperationspartner zu workshops
und Konsultationen in Karlsruhe und Ettlingen
erwartet.
„Europa pro Hospiz“ ist das zweite
EU-Projekt des Diakonischen Werkes Baden. Das
erste Projekt war im Bereich der Suchtprävention
angesiedelt. Für 2010 hat das Diakonische
Werk Baden ein Jugendhilfeprojekt im Bereich
des Lebenslangen Lernens beantragt. Partner
sind Einrichtungen aus Rumänien, Frankreich
und Belgien. In dem Projekt geht es um Kinderrechte
und Kindeswohl. Neben den Bereichen Jugendhilfe,
Hospiz und Suchtprävention wird die Diakonie
Baden europaweite Kooperation in absehbarer Zeit
auch in der Suchtkrankenhilfe suchen.
Qualifizierte Sterbebegleitung
verbindet
Im Herbst 2009 ist das EU-Projekt "EuropA
Pro.Hospiz" mit den Partnern aus Rumänien,
Griechenland und Deutschland gestartet. Das Grundtvig-
Projekt geht über den Zeitraum vom 01.08.2009
bis 31.07.2011. Die Aktion ist nach dem dänischen
Theologen und Dichter Nikolai Frederick Severin
Grundtvig (1783-1872), der wichtige Impulse für
das Konzept des lebenslangen Lernens gegeben
hat und als Begründer der Heimvolkshochschulen
(Leben und Lernen unter einem Dach) gilt, benannt.
Von einander lernen und eine gemeinsame Basis
zur Qualifizierung erarbeiten ist die große
Herausforderung des EU-Projektes.
Die
Auftaktveranstaltung in Cluj Napoca stand unter
dem Zeichen des sich Kennenlernen der Teilnehmenden,
der Ausgangssituation in Rumänien und der
Feinabstimmung der Rahmenplanung für den
Projektverlauf der nächsten zwei Jahre.
Das zweite Koordinatorentreffen in Thessaloniki
diente vor allem dazu, den 1. Entwurf eines gemeinsamen
Qualifizierungsplanes zu erstellen, um das Ziel:
Im "Europäischen Austausch über
die Profilierung von Multiplikatoren und Trainern
zur Gewinnung und Qualifizierung Ehrenamtlicher
in der Hospizarbeit", zu erreichen.
Das Ergebnis wurde mit in die Partnerländer
genommen und nach erfolgtem Austausch mit Fachleuten
im Rahmen des 3. Treffen in Rumänien in
die Endfassung gebracht. Die Probleme neben den
Sprachbarrieren ist der sehr unterschiedliche
Umgang mit Sterbenden in den Partnerländern.
Von einander lernen und einen Konsenz finden
zu den Unterschiedlichen Ausgangssituationen
ist eine der Herausforderungen des EU-Projektes.
letzte Aktualisierung
am 22. Februar 2010
|