Trendwende
im FSJ
Team des FSJ Baden
ist ins Diakonische Werk eingezogen / Verkürzung
des Zivildienstes wirkt sich aus
Karlsruhe (19.1.2010) Die
Diakonie in Baden rechnet für die nächsten Jahre mit
steigenden Bewerberzahlen für das Freiwillige
Soziale Jahr (FSJ). Der Grund sei die Verkürzung
des Zivildienstes. Während derzeit vor allem
Pflege und die Arbeit mit behinderten Menschen
der Renner sind, erwartet die Diakonie in den
nächsten Jahren eine Trendwende hin zur
pädagogischen Arbeit vor allem in den Schulen.
Einige Jugendliche gingen im Rahmen des FSJ
ins europäische Ausland.
Seit
dem 1. Januar 2010 wird das FSJ in Baden vom
Diakonischen Werk Baden
aus gesteuert. Der
Umzug des gesamten FSJ-Team vom Evangelischen
Oberkirchenrat in Karlsruhe zur Diakonie soll
kurze Wege, Absprachen und Planungen mit den
sozialen Arbeitsbereichen und mit dem Bereich
Zivildienst ermöglichen, die ebenfalls im
Diakonischen Werk angesiedelt sind. Für
Oberkirchenrat Johannes Stockmeier, Chef der
Diakonie Baden ist diese „Bündelung
von Kompetenzen an einem Ort“ ein wichtiger
Baustein eines der derzeitigen Ziele des evangelischen
Wohlfahrtsverbandes: Jugend gewinnen.
In diesem Jahr werden allein
in Baden rund 430 Interessenten am FSJ erwartet.
Das sind etwas
mehr als im Vorjahr. Darunter waren in 2009 mehr
Real- und Hauptschüler als noch in 2008. „Manche
erhoffen sich durch den Nachweis von sozialen
Kompetenzen mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt,“ hat
Dietrich Hartlieb, Referent beim FSJ festgestellt.
Kriegsdienstverweigerer können bereits
seit sechs Jahren statt des Zivildienstes auch
ein FSJ machen. Da in einigen Bereichen Zivildienststellen
wegfallen, weil sechs Monate dafür zu kurz
sind, kann es sein, dass junge Männer, die
gerade in einem solchen sozialen Bereich arbeiten
möchten, jetzt verstärkt die Alternative
FSJ wählen, so Achim Heinrichs, zuständig
für die Begleitung von Zivildienstleistenden.
letzte Aktualisierung
am 25. Januar 2010
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