In
Rastatt zunehmender Verarmung von Familien entgegengewirkt
Zum
ersten Mal Preis der Diakonie Baden verliehen
Karlsruhe
/ Rastatt/ Freiburg/ Offenburg/ Kassel
/
Bad Herrenalb (9.2.2010).
Zum ersten Mal hat die Diakonie Baden gemeinsam mit der Bruderhilfe Pax Familienfürsorge
einen Diakoniepreis ausgeschrieben für innovative Projekte, die sich an
den Lebenswelten und am
Bedarf der Menschen orientieren und Vorbild auch für andere Orte sein können. |
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Den
mit 4000 Euro dotierten ersten Preis erhielt
in Bad
Herrenalb der „Kochtreff Diakonie“ in
Bühl.
Der
zweite Preis ging an ein neues Integrationsprojekt
der Akademie im Hofgut Himmelreich
für Menschen
mit geistiger Behinderung in den Arbeitsmarkt.
Dritter wurde „Brücken bauen“,
ein Projekt zur Integration von
Menschen mit Migrationshintergrund
im Ortenaukreis.
Unter dem Motto „Pfiffig kochen, gemeinsam
essen“ hat die Diakonie in Bühl vor
allem Alleinerziehende Mütter und Väter
und Familien mit kleinem Budget zu einem Kochtreff
eingeladen. Verbunden mit Anregungen zum Kochen
sind Informationen über Ernährung,
preisgünstiges Einkaufen, Schuldenprävention,
Haushalts- und Verbraucherberatung. Die Jury
aus Vertretern der Bruderhilfe, Kirche, Wirtschaft
und Gesellschaft honorierte den Kochtreff als
ein wirkungsvolles Projekt gegen zunehmende Verarmung. „Es
ist klein, überschaubar, leicht übertragbar
auf andere Orte und nachhaltig in seiner Wirkung,“ so
Jurymitglied Silke Heinzmann von der Bruderhilfe-Versicherung
mit Sitz in Kassel. Der Kochtreff wird unterstützt
vom Programm „Stärke“ des Landes
Baden-Württemberg.
Das neue Projekt der integrativen
Akademie im Hofgut Himmelreich bei Freiburg „holt
Menschen in die Gesellschaft hinein. Es müsste
mehr Schule machen,“ meint Jurymitglied
Christa Hartnigk-Kümmel vom Frauenensemble
NUMI.
„Das Projekt Brücken bauen ermöglicht
es Menschen, in der Ortenau Heimat zu finden.
Das Projekt überzeugt, weil es vor allem
von Ehrenamtlichen getragen wird,“ sagt
aus der Jury Dietrich Herold, Vorstand des Baden-Württembergischen
Genossenschaftsverbandes.
Der Diakoniepreis 2010, der
mit insgesamt 7.000 Euro dotiert ist, will
Sozialleistungsträgern
und Sozialpolitik in den Kommunen, auf Landes-
und Bundesebene kritisch einen Spiegel vorhalten
im Bezug auf die sozialanwaltschaftliche Vertretung
der Betroffenen, so die Diakonie Baden. Die Diakonie
in Baden und Württemberg hat jährlich
mit rund 400.000 hilfebedürftigen Menschen
zu tun.
letzte Aktualisierung
am 16. Februar 2010
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